Mit dem E-Bike in die Hohe Schrecke

Das Team der Naturstiftung David erhält das erste Gefährt und plant eine umweltfreundliche Flotte für Mitarbeiter und Touristen

Braunsroda. „Wir sind nun mal dem Naturschutz verbunden. Da liegt das nahe – nun gehen wir in der Hinsicht mit gutem Beispiel voran“, sagt Martin Schmidt. Der Projektleiter der Naturstiftung David nahm in Braunsroda ein E-Bike in Empfang. Das Gefährt im Wert von 2500 Euro hat die Erfurter Bank gespendet, die so eine gemeinnützige Organisation in der Heimat unterstützt. Gebrauchen kann die Truppe das umweltfreundliche Gefährt in der Naturschutzregion Hohe Schrecke gut.

Das elektrobetriebene Rad wollen die Mitarbeiter zunächst für ihre alltägliche Arbeit nutzen – als klimafreundliche Alternative zum Einsatz des Geländeautos. „Geländegängig muss es bei unseren Wegen – teils steil, teils holpriger oder matschiger Untergrund – schon sein“, merkt Schmidt an. Auf mancher Schrecke-Strecke käme man als geübter Radler sogar zügiger voran als mit dem Jeep. Und so biken die Mitarbeiter der Stiftung, die sich für eine naturschutz- und klimagerechte Regionalentwicklung rund um das Waldgebiet einsetzt, künftig zum Teil im Dienst.
Stefanie Schröter vom Projekt „Weidewonne“ kann zum Beispiel direkten Kontakt zu den Schäfern halten, die mit ihren Tieren als Landschaftspfleger in der Schrecke zu Gange sind.

Forstwirtschaftlerin Gerlinde Straka kann das 6000 Hektar große Waldgebiet durchqueren
und gefährdete Biotope sowie geschädigte Bäume besichtigen, ohne dass Autogeräusche Wildkatzen oder andere Tiere vergrämen. Das trifft auch auf Matthias Golle zu: Der Projektleiter „Energie“ kümmert sich in der Schrecke und den Orten drumherum unter anderem um fledermausfreundliche LED-Straßenbeleuchtung oder Abschaltpausen für Windräder. Überdies möchte die Stiftung das Rad zum Aufbau einer eigenen EBike- Flotte nutzen. So könnten
dann Exkursionen mit Gästen im Naturschutzgebiet starten. Und zusätzlich kann das Team, aktuell, mit dem Bike gleich ein paar Kilometer fürs Stadtradeln sammeln.

 

Quelle: Kyffhäuser Allgemeine von Michael Voß

 Solar-Dorf Kettmannshausen e.V.

Foto: Michael Voß