Schecks sind älter als Münzgeld

Heute verfügen wir über vielfältige Möglichkeiten, den Zahlungsverkehr komfortabel abzuwickeln: Das vertraute Bargeld steht ebenso zur Verfügung wie Überweisungen oder Schecks. Ob in der Filiale, online oder per VR-Banking-App, bezahlen können wir entweder ganz klassisch oder von überall und ohne zeitliche Einschränkungen mit Hilfe digitaler Medien.

Auch Schecks sind von Bedeutung. 1963 wurde mit der Ausgabe von Scheckheften in der DDR erst begonnen. Schecks galten damals als Neuerung im Zahlungsverkehr der DDR.

Dabei sind Schecks älter als das Münzgeld, seine Vorläufer bereits zu Zeiten des Königs Hammurabi (1728–1686 v. Chr.) in Gebrauch gewesen. Dabei handelte es sich um eine Art Lagerschein, der das Recht auf Auslieferung einer bestimmten Menge Getreide an den Scheckinhaber verbriefte.

Dem erhaltenen Geschäftsarchiv der Bank der „Enkel von Egibi“ (7./6. Jhdt. v. Chr.) lässt sich entnehmen, dass sie ihren Bankkunden gestattete, ihre Depositen ganz oder teilweise „per Scheck“ abzuheben. Englische Könige händigten ihren Gläubigern im 12. Jahrhundert Säckelanweisungen (englisch bills of scaccario) aus, die an die Schatzkammer (englisch exchequer) gerichtet waren. Nach 1177 kam vom Geistlichen Richard fitz Nigel, dem Lord High Treasurer of the Exchequer unter der Herrschaft Heinrich II., das „Zwiegespräch vom Exchequer“ heraus. Aus „Exchequer“ entwickelten sich die Worte „Cheque“ und „Scheck“.*

 

*Quelle: Wikipedia